Oberfläche Struktur – barockes Kunstwerk

Was war wohl das erste, das Louis XIV beim Aufwachen erblickte? Sanfte Sonnenstrahlen, die ihn aus dem Schlaf kitzeln? Ein prunkvoller Spiegel, der ihm sein stolzes Spiegelbild vor Augen führt? Oder seine edlen Gewänder, die nur darauf waren, von dem eitlen König ausgeführt zu werden? Nichts von all dem. Sein erster Blick fiel auf die prächtige Wand ihm gegenüber. Falls man es überhaupt Wand nennen kann. Kunstwerk trifft es besser. Von oben nach unten, von links nach rechts, von rechts nach links – das diffuse Muster scheint ständig in Bewegung. Anfang und Ende sucht man in dem organischen Geflecht vergebens. Genau wie in unserer Oberfläche Struktur. Sie tut es ihrem barocken Vorbild gleich, jongliert mit auffälligen Mustern, kreiert extravagante Strukturen und verbindet sie zu einem großen Schmuckstück. Ein Ornament greift in das andere. Es ist, als wäre die ganze Wand in Bewegung. Ein Blick und die Aufmerksamkeit gehört ihr. Kaum einer kann sich dem raffinierten Meisterwerk entziehen. Kein Wunder, dass der Sonnenkönig in seinem Schloss Versailles morgens erst so spät in die Gänge kam.

 

Sie tut es ihrem barocken Vorbild gleich, jongliert mit auffälligen Mustern, kreiert extravagante Strukturen und verbindet sie zu einem großen Schmuckstück. Ein Ornament greift in das andere. Es ist, als wäre die ganze Wand in Bewegung. Ein Blick und die Aufmerksamkeit gehört ihr. Kaum einer kann sich dem raffinierten Meisterwerk entziehen. Kein Wunder, dass der Sonnenkönig in seinem Schloss Versailles morgens erst so spät in die Gänge kam.