Beton Cire: Definition, Material und Verarbeitung

von Daniel Jertz
08.05.2026 | 11:14

Lesezeit: 3 Minuten

Beton Cire (französisch „gewachster Beton“) ist eine Variante des Mikrozements aus Frankreich/Belgien. Identische Mineralbasis (Zement + Polymer), aber traditionell mit einer Wachs-Versiegelung statt Acryl- oder Polyurethan-Versiegelung — daher der Name. Optisch und technisch sehr nah an Mikrozement; im DACH-Raum oft synonym verwendet.

Was Beton Cire ist

Beton Cire ist die französisch-belgische Bezeichnung für Mikrozement-Beläge auf Wand und Boden. Material: zementäre Spachtelmasse mit Polymer-Anteil. Verarbeitung: in mehreren dünnen Lagen aufgespachtelt. Veredelung: traditionell mit Bienenwachs oder hochwertigem Wachsöl — was dem Material seinen typischen warmen Glanz und seinen Namen gibt.

Beton Cire vs. Mikrozement

In der Praxis identische Materialklasse. Der Unterschied liegt fast ausschließlich in der finalen Versiegelung: Beton Cire klassisch mit Wachs (warm-weicher Glanz, alle 2–3 Jahre nachzuwachsen), Mikrozement meist mit Acryl-/Polyurethan-Versiegelung (länger haltend, technischer Look). Beide Begriffe werden im DACH-Raum oft synonym verwendet.

Wo Beton Cire eingesetzt wird

Klassisch in Premium-Wohnungen, Restaurants und Boutiquen mit Anspruch auf warm-handwerkliche Optik. In modernen Loft-Wohnungen ist Mikrozement mit technischer Versiegelung oft die Wahl, in repräsentativen Privat-Räumen mit „natürlich-edlem“ Anspruch eher Beton Cire mit Wachs-Versiegelung.

Beton Cire vs. Tadelakt

Beton Cire ist zementbasiert und entstammt der modernen Architektur. Tadelakt ist sumpfkalkbasiert und stammt aus der marokkanischen Tradition (mit Achatstein-Verdichtung statt Wachs). Beide haben warmen Charakter und Materialwahrheit — die Wahl ist Stil-Frage.

Verwandte Themen:
Themenseite Mikrozement
Lexikon: Mikrozement Bad
Lexikon: Tadelakt