Dampfdiffusionsoffen
Dampfdiffusionsoffen bezeichnet die Eigenschaft eines Materials, Wasserdampf durchzulassen — also „atmungsaktiv“ zu sein. Wasser in Gasform kann von der Oberfläche aufgenommen (gepuffert) und wieder abgegeben werden, ohne dass sich Feuchtigkeit staut.
Warum das wichtig ist:
- Feuchtigkeitsregulierung im Raum (angenehmes Wohnklima)
- Verhinderung von Schimmelbildung durch stauende Nässe
- Höhere Wohngesundheit — natürlicher Feuchte-Ausgleich
- Historisch verwendetes Prinzip bei Kalkputz, Sumpfkalk und Marmorputz
Messgröße: Der µ-Wert (Wasserdampf-Diffusionswiderstand) gibt an, wie stark ein Material dampfhemmend wirkt. Je niedriger, desto diffusionsoffener. Naturkalkputz erreicht µ 5–8 — extrem diffusionsoffen.
Bei EINHORN WERKE: Alle mineralischen Produkte (MARMOREA, STUCCORINO, Kalkputz) sind dampfdiffusionsoffen. Das unterscheidet sie fundamental von synthetischen Wandbelägen wie Latex- oder Kunstharzbeschichtungen.
Gegenteil: „Dampfdicht“ oder „dampfhemmend“ — Materialien wie Ölfarben, PU-versiegelte Böden, Kunstharz-Putz. Diese blockieren Feuchtigkeitsaustausch und erhöhen Schimmel-Risiko.