Mikrozement Dusche: Definition, Anwendung und Verarbeitung

von Daniel Jertz
08.05.2026 | 11:14

Lesezeit: 3 Minuten

Mikrozement-Dusche ist eine fugenlose Dusch-Verkleidung mit zementärem Spachtelbelag und Verbundabdichtung nach DIN 18534. Wand, Boden und Übergänge werden ohne Stoßkanten ausgeführt — keine Fugen-Reinigung, kein Schimmel-Risiko. Voraussetzung: korrekte zweischichtige Verarbeitung (Verbundabdichtung + Versiegelung).

Wie eine Mikrozement-Dusche funktioniert

Vor dem Spachtel-Aufbau wird die Verbundabdichtung nach DIN 18534 aufgetragen — eine flüssig-aufgebrachte Schicht zwischen Untergrund und finalem Belag, die Wasser-Eintritt zuverlässig verhindert. Anschließend kommen 2–4 dünne Mikrozement-Lagen, die finale Polier-Behandlung und die wasserfeste Versiegelung. Alle Übergänge (Wand-Boden, Rohr-Durchführungen) werden mit Verstärkungsbändern gesichert.

Eigenschaften einer Mikrozement-Dusche

Was zu beachten ist

Die Verbundabdichtung ist der kritische Schritt — ohne sie gilt die Dusche nicht als zuverlässig wasserdicht. Versiegelung muss alle 3–5 Jahre aufgefrischt werden. Bei direkten Spritzwasser-Bereichen ist eine zusätzliche Schutz-Versiegelung sinnvoll. Profi-Verarbeitung ist Voraussetzung — Hobby-Verarbeitung führt zu Mikro-Rissen oder unzureichender Abdichtung.

Mikrozement-Dusche vs. Tadelakt-Dusche

Tadelakt ist die klassische marokkanische Variante mit Sumpfkalk + Achatstein + Bienenwachs — wirkt warm und marmoriert. Mikrozement ist die moderne zementäre Variante — wirkt industriell-clean. Beide sind fugenlos und wasserdicht, die Wahl ist Stil-Frage.

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