Wickeltechnik
Die Wickeltechnik ist eine Spezial-Verarbeitungstechnik in der Wandgestaltung, bei der ein Tuch, Schwamm oder Spezialroller über die noch nasse Putz- oder Lasur-Oberfläche „gewickelt“ wird, um charakteristische Wolken-, Wirbel- oder Pinselstruktur-Effekte zu erzeugen.
Was die Wickeltechnik ist
Bei der Wickeltechnik wird ein zweites Werkzeug — meist ein gerolltes Stoff- oder Lederrolle, alternativ Schwamm oder Pinsel — über die noch nicht ausgehärtete Wandbeschichtung geführt. Das Werkzeug nimmt Material auf oder gibt es ab, je nach Druck und Bewegung — und erzeugt dadurch unverwechselbare Strukturen.
Effekt der Wickeltechnik
- Wolken-Effekt — sanfte, gerundete Übergänge
- Wirbel-Effekt — kreisförmige Bewegungen
- Linien-Strukturen — gerichtete Pinsel-Spuren
- Marmor-Adern — dünne, fließende Linien
- Stoff-Texturen — Faden-Charakter des Wickeltuchs
Wo Wickeltechnik eingesetzt wird
In Marmorputz-Verarbeitung für die typischen Adern, in Lasur-Wänden für Wolken-Effekte, in Effektputz-Oberflächen für unverwechselbare Strukturen. Verarbeitung erfordert Erfahrung — die Bewegung muss konsistent über die ganze Wandfläche fortgeführt werden.
Wickeltechnik vs. Glättputz
Glättputz strebt eine ebene, gleichmäßige Oberfläche an — meist hochglanz-poliert. Wickeltechnik bewahrt bewusst Strukturen und Charakter — die Wand bekommt Lebendigkeit. Beide sind hochwertige Verarbeitungstechniken; die Wahl hängt vom gewünschten Wand-Charakter ab.