Sgraffito

von Daniel Jertz
05.05.2026 | 11:37

Lesezeit: 3 Minuten

Sgraffito ist eine historische Wandgestaltungs-Technik, bei der zwei verschieden gefärbte Putzlagen aufgetragen und in der oberen, noch weichen Lage Motive oder Muster eingekratzt werden. Die freigelegte Unterlage bildet das Bild oder Ornament. Sgraffito stammt aus der italienischen Renaissance und wird heute auch in moderner Architektur eingesetzt.

Was Sgraffito ist

Sgraffito (italienisch „eingekratzt“) ist eine zwei- oder dreischichtige Putz-Technik. Auf eine dunkler getönte Grundlage wird eine hellere zweite Lage aufgetragen. Während diese noch weich ist, werden mit Spachtel oder Schabwerkzeug Motive eingearbeitet — die hell-dunkel-Kontraste der Schichten werden zum Bild.

Effekt der Sgraffito-Technik

Wo Sgraffito eingesetzt wird

Historisch in Renaissance-Palästen (Florenz, Rom, Prag), in Schweizer Engadiner Häusern, in Süddeutscher Sakralarchitektur. Modern: in Architektur-Fassaden, Boutique-Hotels, Restaurants — überall wo charakterstarke Wand-Identität gefragt ist. Bei Einhorn Werke Wandgestaltung kann Sgraffito-Technik auch auf Marmorputz-Aufbauten kombiniert werden.

Sgraffito vs. Wandmalerei

Wandmalerei wird auf eine glatte Wand aufgetragen — die Farbe sitzt obenauf und kann verblassen. Sgraffito sitzt IN der Wand — die Motive sind durch Schichten-Differenzen entstanden, sie verblassen nicht. Sgraffito ist deutlich aufwendiger in der Verarbeitung, aber wesentlich langlebiger.

Verwandte Themen:
Themenseite Wandgestaltung
Spachteltechnik
Marmorino